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Berufsgruppe  von
Kindergarten- und
HortpädagogInnen
Wiens

 

GRATISKINDERGARTEN

http://BKHW.at

 

Plattform EduCare
ÖDKH - Österreichischer Berufsverband der Kindergarten- und  HortpädagogInnen

2011-01-24

Steiermark will Gratiskindergarten rückgängig machen

2010.07.02

Gratiskindergarten wird infrage gestellt - Protestschreiben und Antwort des Bundeskanzleramtes; Protestsschreiben an Kärntner Landespolitiker

2010.04.05

KURIER Knecht Gratiskindergarten HEUTE SO MORGEN SO

2010 - 04

Bgm. Mödlhammer - Reaktion auf Ausbildungsniveau Gratiskindergarten

2010.03.27

GRATISKINDERGARTEN - BKHW-Schreiben an BMin. Heinisch Hosek
GRATISKINDERGARTEN - BKHW-Schreiben an Stadtrat Oxonitsch

2010.03.27

Salzburger Nachrichten - Aus für Gratiskindergarten

2010.03.26

Kleine Zeitung - GRATISKINDERGARTEN
- BKHW-Reaktion darauf

2010.03.25

STANDARD - Rütteln am Gratiskindergarten

2010.03.25

Presseaussendung BKHW “Bildung fängt viel früher an” - GRATISKINDERGARTEN

2009.05.06

 Rathauskorrespondenz 2200 neue Kinderbetreuungsplätze

Ö1 Mittagsjournal - Bernt Koschuh


Wir sind absolut dafür, dass der Kindergarten gratis ist, sagt die stellvertretende Obfrau des
Dachverbands der Kindergartenpädagoginnen Raphaela Keller. Denn der Kindergarten sei eine
ebenso wichtige Bildungseinrichtung, wie die Schulen.

Derzeit eine Pädagogin auf 25 Kinder
Aber die Einführung des Gratisjahres werde wohl den Betreuungsschlüssel und die Qualität der
Kindergärten weiter verschlechtern: "Ich befürchte Qualitätseinbußen, wenn noch mehr Kinder sind,
da die Kindergartenpädagoginnen schon jetzt am Limit sind. Es gibt nicht genug Pädagoginnen.
Wir fordern an sich zwei Pädagoginnen für 15 Kinder und jetzt haben wir 25 Kinder mit einer Pädagogin.
Da kann die Qualität nicht mehr vorhanden sein." Und wenn Keller zwei Pädagoginnen pro Kleingruppe
fordert, meint sie zwei ausgebildete Kindergärtnerinnen und nicht Helferinnen.

Österreich: Wenig Geld für vorschulische Bildung
Was jetzt an zusätzlichen Ausgaben des Staates geplant ist, reiche nicht, sagt Heidemarie Lex-Nalis v
on der Plattform Educare, der viele Kindergartenträger angehören. Sie fordert: "Die Verdoppelung der
bisherigen Ausgaben. Das europäische Netzwerk Kinderbetreuung hat bereits vor mehr als zehn Jahren
die Empfehlung ausgegeben, drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die vorschulischen
Bildungseinrichtungen herzugeben. Österreich hat das damals mitbeschlossen.
Ausgeben tun wir 1,45 Prozent."

Forderung: muttersprachliche Pädagogen
Weitere konkrete Forderungen und Ziele: Mehr Platz für die Kinder, zusätzliche muttersprachliche
Betreuer etwa für Migrantenkinder, sowie eine verbesserte und akademische Ausbildung für
Kindergärtnerinnen.

Kindergärtnerinnenausbildung an Pädagogischer Hochschule
Die Bundesregierung plant in einem ersten Schritt, dass die Kindergartenausbildung an die
pädagogischen Hochschulen kommt und damit praktisch der Pflichtschullehrerausbildung gleichgestellt
wird. Bessere Ausbildung, so Raphaela Keller vom Dachverband der Kindergartenpädagoginnen, müsse
dann auch bessere Bezahlung bedeuten: "Wenn ich von 1250 Euro brutto Anfangsgehalt ausgehe, dann
müssten da mindestens 500 dazu."

Kindergärtnerinnen haben sehr wenig Vorbereitungszeit
Und die Kindergärtnerinnen, so Keller, bräuchten deutlich mehr Vorbereitungsstunden. Die Aufregung
unter den Lehrern über die geplante Ausweitung ihrer Unterrichtszeit von rund 20 auf 22 Stunden in der
Klasse versteht sie nur bedingt: "Wenn ich es vergleiche, welche Arbeitsbedingungen unserer
Kindergartenpädagoginnen haben, kommt es nicht gut rüber. Bei uns müssen Leute mit einer
40-Stundenanstellung, teilweise auch 40 Stunden Kinderdienst machen."

Viele Kindergärtnerinnen gehen in besser bezahlte Jobs
Wenn die Kindergärtnerinnen mehr Vorbereitungszeit und bessere Arbeitsbedingungen hätten, dann,
so die beiden Interessensvertreterinnen, würden auch mehr ausgebildete Kindergärtnerinnen im
Kindergarten arbeiten, anstatt in andere, besser bezahlte Jobs auszuweichen.

Quelle: ORF Ö1

Gatiskindergarten
Rammer: Kindergarten ist Bildungseinrichtung

Ö1 Morgenjournal - Andrea Maiwald

Für Gernot Rammer, Geschäftsführer der Kinderfreunde, begrüßt im Ö1 Morgenjournal-Interview die
Kindergartenpflicht und meint, dass es der richtige Weg sei den Kindergarten endlich als
Bildungseinrichtung zu sehen, wohin es genauso normal sei zu gehen, wie in die Volksschule.

Gratiskindergarten: Gute Diskussion
Er bedaure, dass es in Österreich keine Universitätsbildung für Kindergärtner und Kindergärtnerinnen
gebe. Das soll ja geändert werden. Für Rammer ist das ist die gesamte Diskussion ein großer Schritt, es
sei gut die Verpflichtung zum Kindergarten zu diskutieren.

Kolleginnen zurückholen, trotz geringer Bezahlung?
Auf die Frage nach der niedrigen Bezahlung der zum ganz großen Teil weiblichen Kindergartenpädagoginnen geht Rammer nicht wirklich ein, sondern meint nur, dass das nicht gerecht
sei. Er wolle Kolleginnen, die in anderen Berufen arbeiten, zurückholen.

Problem mit fehlender Infrastruktur
Auf die Frage, ob es Probleme geben werde, nachdem jetzt der Kindergarten gratis werden soll. Es ist
zu hoffen, dass alle einen Platz bekommen, sagt Rammer, man werde sehen, wie schnell die Politik ist,
Infrastruktur zu schaffen. Derzeit zu viele Kinder pro Betreuer, aber es gebe Landesgesetze, die eine
maximale Zahl von Kindern pro Gruppe festlegten.

Viel zu wenige Plätze für Kinder unter drei Jahren
Es bestehe aber durchaus die Gefahr, dass die Fünfjährigen genommen würden und die Dreijährigen
übrigblieben. International gesehen habe Österreich sowieso das Problem, dass es eine erschreckend
niedrige Zahl von Plätzen für Unter-Dreijährige gebe. Man müsse noch viel mehr Geld in die Hand nehmen
und Verbesserungen anstreben: bei der Gruppengröße und bei der Ausbildung.

Quelle: ORF Ö1
 

Vor Beschluss für verpflichtenden Gratiskindergarten

Ö1 Morgenjournal - Barbara Gansfuß

Der Ministerrat beschließt heute den verpflichtenden Gratis-Kindergarten. Das heißt, dass ab kommenden
Herbst der Kindergartenbesuch für alle Fünfjährigen im Ausmaß von 20 Wochenstunden kostenlos ist.
Die Pflicht kommt allerdings erst ab 2010, in einigen Bundesländern gilt sie dennoch schon heuer.
Und weil Kindergarten in Österreich Ländersache ist, sind die Regelungen in den einzelnen Ländern sehr
unterschiedlich.

Meilenstein contra Schnellschuss
Für die zuständige Staatssekretärin Christine Marek (ÖVP) ist der Gratiskindergarten ein Meilenstein, für
die Kritiker ein unausgegorener Schnellschuss.

Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich
Das Angebot variiert. Weil Kindergarten in Österreich Ländersache ist, sind die Regelungen in den
einzelnen Ländern sehr unterschiedlich. In Wien beispielsweise gilt: Kindergartenbesuch ist ganztags
gratis. Konkret heißt das, dass die Stadt monatlich einen Höchstbeitrag von 226 Euro bezahlt, wobei mit
den privaten Trägern noch verhandelt werden muss. Ob die Pflicht dieses oder nächstes Jahr kommt, ist
noch nicht fix. Das Problem in Wien: Die Rede ist von hunderten fehlenden Kindergartenpädagoginnen:
aus dem Büro des zuständigen Stadtrats Oxonitsch heißt es aber: Es geht sich alles aus.

In der Steiermark wiederum gibt es den Gratis-Kindergarten für Drei- bis Sechsjährige schon seit dem
Vorjahr. Die Pflicht für die Fünfjährigen kommt ab 2010.

Quelle: ORF Ö1

 

Gratiskindergartenjahr im Ministerrat beschlossen

Das "verpflichtende" Gratiskindergartenjahr ist nun auf Regierungsebene beschlossene Sache. Der
Ministerrat hat heute einen entsprechenden Beschluss gefällt. Demnach werden ab heuer 20 Stunden
Kindergartenbesuch im letzten Jahr vor dem Schuleintritt von der öffentlichen Hand finanziert. Der Streit
über die Absetzbarkeit von Kinderbetreuung geht unterdessen weiter.

70 Mio. vom Bund
Ab 2010 müssen die Kinder zumindest an vier Tagen insgesamt 16 Stunden in der Betreuungseinrichtung
anwesend sein. Der Kindergarten ist zwar an sich Ländersache, jedoch lässt sich der Bund das
Gratisjahr auch einiges kosten. Wie die Regierungsspitze im Pressefoyer nach dem Ministerrat betonte,
würden pro Jahr 70 Mio. Euro zugeschossen.

Faymann: 5.000 Kinder zusätzlich
Für mindestens 5.000 Kinder zusätzlich würden die Bildungschancen für die Zukunft verbessert, sagte
Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) nach dem Ministerrat. Die Wissenschaft habe das schon lange
erkannt, nun sorge die Politik dafür, dass diese Chance genutzt werden kann, so Faymann.

Streit über Kinderbetreuung geht weiter
Unterdessen geht der Streit über den von Familienstaatssekretärin Christine Marek (ÖVP)
vorgeschlagenen Passus, wonach die betreuende Person nur über eine Ausbildung von acht Stunden
verfügen muss, damit der steuerliche Vorteil lukriert werden kann, weiter. Für Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) käme eine solche Regelung nur bei älteren Aufsichtspersonen infrage.

"Mit Crashkurs niemandem gedient"
Jüngere Betreuungspersonen müssten eine umfassendere Ausbildung erhalten. Dieser Forderung
stimmte auch SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier zu: "Mit einem Crashkurs ist angesichts der
hohen Herausforderungen bei der Kinderbetreuung weder den Betreuern noch den Kindern und Familien
gedient", so Binder-Maier.

Pröll diskussionsbereit
Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) zeigt sich "partiell gesprächsbereit" bei der Frage der steuerlichen
Absetzbarkeit der Kinderbetreuung. Über die Einwände von Heinisch-Hosek könne man diskutieren,
meinte der ÖVP-Obmann heute im Pressefoyer nach dem Ministerrat.

Gleichzeitig merkte der Vizekanzler aber an, dass man nicht vergessen sollte, dass jegliche zusätzliche
Ausbildung eine Verbesserung zum Status quo sei. Denn bisher habe die Betreuung vielfach ohne
jegliche Qualifikation stattgefunden.

Quelle: http://www.orf.at/

© D. Nessizius